Definition

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Kryptopyrrolurie ist eine bei uns sehr häufig vorkommende Stoffwechselstörung. Es handelt sich nicht um eine Krankheit. Fakt ist aber, dass bei den meisten Menschen, bei denen dieser Stoffwechseldefekt nachgewiesen werden kann, bestimmte ernsthafte Beschwerden und Krankheiten bereits vorliegen oder auftreten werden.

Der korrekte Name lautet Hämopyrrollaktamurie oder abgekürzt HPU. Da sich der Name Kryptopyrrolurie allgemein eingebürgert hat, verwenden wir diesen.

Die Schätzungen verschiedener Wissenschaftler gehen davon aus, dass bei 5-10% aller Menschen diese Störung nachgewiesen werden kann. Mädchen und Frauen sind davon 8-mal häufiger betroffen wie Jungen und Männer. Da die Kryptopyrrolurie in einigen Familien gehäuft vorkommt, kann man von Vererbung ausgehen. Es wurden jedoch auch Fälle ohne familiären Hintergrund gefunden, so dass auch eine erworbene Ursache dem zugrunde liegen kann.

Die Auswirkungen können sich bereits in den ersten Lebensmonaten, aber auch noch im hohen Alter, bemerkbar machen. Die Faktoren, die zum Auslösen der typischen Symptome führen können, sind meist schwer zu erkennen, da sie im normalen Alltag auftreten: Infekte, Stress und Einnahme von Medikamenten.