Ursachen

Slider

Der biochemische Hintergrund ist kompliziert. Fakt ist, dass durch diese Stoffwechselstörung dem Körper wichtige Nähr- und Baustoffe verloren gehen, die er bereits aufgenommen hatte:

1. Zink: Es hat weit über 300 nachgewiesene Stoffwechselaufgaben. Wichtige Funktionen für den Körper hat es durch seine antioxidative Wirkung, für den Auf- und Abbau von Kohlenhydraten, Fetten, Eiweiß und Nukleinsäuren, für die Regulierung des Blutzuckerspiegels, für die Zellneubildung, das Nervensystem, das Immunsystem, die Haut, den Vitamin A-Stoffwechsel und vieles mehr.

2. Vitamin B6: Ebenfalls Beteiligung an fast allen Stoffwechselprozessen: Eiweißstoffwechsel, Stoffwechsel des zentralen Nervensystems, unterstützt das Immunsystem, Bildung von Hämoglobin, absolut wichtig für die Zellteilung, Bildung des Neurotransmitters Serotonin (steuert psychisches Wohlbefinden und einen ausgeglichenen Schlaf). Problematisch an einem Mangel an Vitamin B6 ist, dass nun Mineralien wie Zink, Mangan, Magnesium und Chrom nur vermindert aufgenommen werden können.

3. Mangan: Beteiligt an Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel, Entwicklung des Zentralen Nervensystems (ZNS), Blutgerinnung, antioxidative Wirkung, Knochenaufbau und Spermatogenese.

Ein Mangel dieser wichtigen Mikronährstoffe kann zu einer Vielzahl von medizinischen und psychischen Problemen führen, da jeder dieser Stoffe lebenswichtig ist und nur durch einen ausreichenden Vorrat dieser Stoffe der Körper korrekt reagieren kann.

Störungen der Entwicklung und der Psyche werden meist einseitig als Hirnfunktionsstörungen angesehen. Das Nervensystem des Menschen ist keine PC-Festplatte und fast alle Vorgänge im Gehirn sind auch biochemischer Art. Dafür benötigt das Nervensystem bestimmte Nährstoffe. Ohne diese ist eine Übermittlung und Verankerung von Informationen nicht möglich. Seit Jahrzehnten sind Wissenschaftler auf der Suche nach Substanzen zur Erklärung von psychiatrischen Krankheiten (zum Beispiel „ADHS“, Autismus, Schizophrenie, Depression und viele mehr). Kryptopyrrolurie ist eine der wenigen psychiatrischen Auffälligkeiten, deren Ursache durch einen einfachen Labortest zu finden und zu behandeln ist.

Betroffene Patienten und ihre Therapeuten werden in die Ecke der „eingebildeten Kranken“ und ihrer Helfer gedrängt. Nichtsdestotrotz erleben viele Betroffene, oft nach einem langen Leidens- und Diagnostikmartyrium, nach richtiger Diagnostik und Therapie erstmals Beschwerdefreiheit.

Die Diagnostik der Kryptopyrrolurie ist einfach und preiswert. Für die erste diagnostische Stufe reicht ein Urintest, um diese Krankheit zu erkennen oder auszuschließen. Vielen kann dadurch die langjährige Einnahme von Psychopharmaka und psychologische Therapien erspart werden.

Der Verlust dieser Nährstoffe ist so hoch, dass er nicht durch eine angepasste Ernährung ausgeglichen werden kann.

BIOCHEMISCHE HINTERGRÜNDE – URSACHEN DER KRYPTOPYRROLURIE

Veränderter Pyrrolstoffwechsel:

1. Pyrrole sind Bausteine des Hämoglobins (Farbstoff der roten Blutkörperchen), die freigesetzt werden, wenn Erythrozyten (rote Blutkörperchen) abgebaut werden.

2. Unter „normalen“ Bedingungen werden die Pyrrole über die Leber (Galle >> Stuhl) ausgeschieden.

3. Bei einer Störung dieses Vorgangs (Koppelung des Pyrrols an Gallensäuren) oder bei einem Überschuss an Pyrrolen kommt es zu einer Komplexbildung der überschüssigen Pyrrole mit Vitamin B6 und Zink.

4. Der neue Komplex heißt Kryptopyrrol, ist nun wasserlöslich und kann somit über den Urin ausgeschieden werden.

Folgen:

  • Verlust von
    • Zink
    • Vitamin B6 (aktivierte Form)
  • Verminderte Aufnahme von 
    • Zink
    • Mangan
    • Magnesium
    • Chrom